Rückblick auf das Forum der Filmwirtschaft | Digital

Am Donnerstag, den 14. Januar 2021 veranstaltete Forum Media mit Unterstützung von ENSIDER, FFF Bayern, Bankhaus DONNER & REUSCHEL und dem Mathäser Filmpalast das traditionelle Forum der Filmwirtschaft zum ersten Mal in digitaler Form. Moderiert wurde die Konferenz von Prof. Dr. Klaus Schaefer.

Passend zum digitalen Format eröffnete die bayerische Staatsministerin für Digitales Judith Gerlach die Konferenz mit einem Vorwort. Sie präsentierte das Digitalministerium als stabilen Partner für die gebeutelte Medienbranche. Ein „Neustart“ der Kultur werde zwar nicht von heute auf morgen möglich sein, aber der Weg dorthin werde vom Ministerium aktuell bestmöglich geebnet. Die Vorbereitungen schließen auch die Verbesserung bisheriger Defizite mit ein. Durch die steigende Digitalisierung der Branche sei z.B. mehr Inklusion möglich. Es werde aktuell daran gearbeitet, Hürden zu senken. Als Motivator hierfür dient auch der Bayerische Digitalpreis, für den smarte digitale Projektideen eingereicht werden können.

Mit dem Digitalisierungs-Booster „Ensider.de“ startet International Film Partners (IFP) direkt ins neue Jahr. Am Donnerstag, den 14.01.2021 eröffnet das „Forum der Filmwirtschaft“ die Event- und Konferenzsaison. Mussten viele Veranstaltungen im alten Jahr noch abgesagt werden, begleiten uns nun digitale und hybride Konzepte durch den Branchenkalender. Ensider.de wird dabei eine zentrale Rolle spielen und die Marke Forum Media ablösen.

Fachkräftemangel und Datenschutz – das waren unsere größten Probleme am Jahresanfang bevor am 27. Januar der erste Covid-19-Fall in Deutschland bekannt wurde. Dennoch hatte noch bei der Berlinale ein vielversprechendes Jahr mit großen Produktionen und tollen Kinostarts vor uns gelegen. Inzwischen wissen wir vieles besser, aber längst nicht alles. Der Produktionsboom der letzten Wochen könnte sich jedoch im neuen Jahr fortsetzen, eventuell mit einer kurzen Zäsur nach den Feiertagen.

Gewusst wie. Wer ein bisschen mehr weiß als der Rest, hat meist ein besseres Standing. Umgekehrt kann Nichtwissen schnell teuer werden. Für Unternehmen sind deshalb gut aus- und weitergebildete Fachkräfte bares Geld wert. Für projektbezogen Beschäftigte fehlt es oft an der moderierten Strategie für die eigene Weiterentwicklung. Jetzt gibt es eine einfache Lösung, quasi eine Win-Win-Situation - im Netz.

In England wirbt Burger King für den Wettbewerber McDonalds, um auf die Ausnahmesituation für die Gastronomie in der Pandemie aufmerksam zu machen. Solidarität wird von vielen gelebt, egal wie ihre Meinung zu Corona und den politischen Gegenmaßnahmen ist. Verzicht auf Gewohntes und Geschätztes prägt auch den Herbst. Am vergangenen Wochenende ist der diesjährige AFM – der American Film Market – zu Ende gegangen. Trotz des digitalen Formats waren die Konferenzen und Netzwerkveranstaltungen gut besucht. Die Frage ist und war: Was können wir gemeinsam erreichen?

Vor knapp einem Jahr fand zum ersten Mal die Forum Media Conference | Entertainment Law statt. Unter der Moderation von Prof. Dr. Klaus Schaefer und unter dem Dach des Bankhauses DONNER & REUSCHEL in München diskutierten die JuristInnen der Film- und TV-Branche in diesem sehr persönlich und fachlich spitz gehaltenen Format über die im Jahr 2019 für Bewegung sorgenden Themen.  Dabei handelte es sich noch nicht um die Auswirkungen und den Umgang mit der Corona-Pandemie, sondern allen voran um die neue, europäische DSM-Richtlinie (aus dem Englischen: Directive on Copyright in the Digital Single Market). Neu geregelt werden hier u.a. das Urhebervertragsrecht und die Lizenzierung digitaler Inhalte. Die bezüglich Artikel 17 (ehem. 13) diskutierten Uploadfilter brachten sogar Jugendliche auf die Straße, da unter Anderem populäre Plattformen wie YouTube davon betroffen sind.

Die Frist der Übertragung der DSM-Richtlinie ins deutsche Recht ist am 7. Juni 2021, also kaum mehr ein halbes Jahr hin. Was hat sich in der Zwischenzeit bei der Übertragung getan und welche Rolle werden Uploadfilter und Auskunftsanspruch in Zukunft spielen? Gemeinsam mit zwei ehemaligen Panelisten der letzten Forum Media Conference – Dr. Thomas Glückstein (Rechtsanwalt & Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht, Lausen Rechtsanwälte) und. Dr. Matthias Grundmann (Rechtsanwalt, BREHM & v. MOERS) – werfen wir einen Blick auf das Thema.

In knapp acht Wochen werden die Festtage bereits vorbei sein. Hinter uns wird ein Jahr liegen, das in die Geschichtsbücher eingeht. Eines, das uns allen Nerven und Kraft abverlangt hat, und auch eines, das die Loyalität von MitarbeiterInnen unter Beweis gestellt hat: Home-Office und hohe Eigenverantwortung, privates Engagement und kreative Digitalkonzepte, Integration der Kinderbetreuung im Berufsalltag und konstruktives Miteinander. Wie incentiviert man MitarbeiterInnen ohne Weihnachtsfeiern in wirtschaftlich unsicheren Zeiten, um dem Fachkräftemangel von morgen zu begegnen?

Die stetig steigenden Infektionszahlen weltweit verbreiten Angst und Schrecken – vor einer möglichen Erkrankung, aber auch vor unvorhersehbaren politischen Reaktionen. Immer wieder werden Verordnungen von Gerichten einkassiert. Sender und Förderungen strecken sich nach Lösungen. Doch Filmschaffende sehen sich nicht nur mit monothematischen Herausforderungen konfrontiert. Entwicklungsfinanzierung, Fachkräftebindung, Auslandsdreh und neue Bürokratie-Aufgaben runden den Alltag ab. Ein Glück, dass Produzent/-innen optimistisch und pragmatisch durchs Leben gehen.

Eine erschreckende Entlassungswelle rollt durch die amerikanischen Major Studios in den USA. Immer wurde die Wichtigkeit des Premium-Verbreitungsweges Kino für herausragenden Content beteuert. Für Kinoketten galten die marketingschweren Tentpole Produktionen als Umsatzgaranten. Die Arthouse Kinos sind hingegen für anspruchsvolle und außergewöhnliche Filme oftmals der einzige Weg, an der engen Fernsehprogrammierung vorbei, ihr Publikum zu finden. Bedeutet die jüngste amerikanische Entwicklung das „Aus“ für hiesige Kinoproduktionen?

 

 

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